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Mit Edelfleisch neue Kunden gewinnen und sich profilieren!

Krefeld. „Dafür fahren Gourmets viele Kilometer“, zeigt sich Martin Hauser jun. erfreut darüber, dass das Angebot ankommt. Die Krefelder Fleischerei hat im Zuge des Ladenumbaus einen Reiferaum für Dry Aged Beef mit gebaut – direkt in den Laden und vom Laden aus begehbar. Die Spezialisten von Schrutka-Peukert Ladenbau haben das gesamte Projekt geplant und 2014 realisiert. „Für uns genau der richtige Schritt in die Zukunft“, fasst der junge Fleischermeister seine bisherigen Erfahrungen zusammen.

Denn Fleischerhandwerk wie auch Lebensmitteleinzelhandel spüren verstärkt den starken Druck durch Discountanbieter. „Fleisch muss zum Lifestyle-Produkt werden, das man genießt wie eine gute Flasche Wein“, fordert Hans-Jürgen Päsler, Geschäftsführer von Schrutka-Peukert. Mit Dry Aged Beef könne man neue Kunden gewinnen und seinen Kundenkreis auch räumlich ausweiten. „Das strahlt auf das gesamte Angebot aus und Sie werden noch mehr als Premiumanbieter wahrgenommen.“

Dry Aged Beef ist eine hochfeine Fleischspezialität, die in den USA boomt und bei uns zunehmend nachgefragt wird. Dabei reift in der Regel Rindfleisch am Knochen über mehrere Wochen und verliert dabei bis zu 2/3 seines Gewichts. Gleichzeitig gewinnt das Fleisch einen einzigartigen Geschmack. Eine niedrige Temperatur in Verbindung mit hoher Luftfeuchte und der Wand aus Himalaya-Salz lässt ein einzigartiges Reifeklima entstehen. Für Hauser ist dies zwar ein finanzieller und zeitlicher Mehraufwand, der sich aber rechnet.

„Wir merken, dass die Kunden bereit sind ein gutes Geld für ein Spitzenprodukt auszugeben“, zieht Martin Hauser mit wenigen Worten offen Bilanz. Die Reifekammer mit ihrer großen Glasfront ist ein Hingucker im Laden. „Das bringt schon mal Gesprächsstoffe für die Kunden und wir können unsere Kompetenz noch besser darstellen“, beschreibt der Fleischermeister die Kundensituation.

Wobei Gesprächsstoff vor allem Beratung heißt. „Sie müssen als Anbieter auch das Thema leben“, argumentierte Markus Cox, der von Seiten Schrutka-Peukerts das Objekt plante. Umfangreiche Beratung der Kunden sei nur möglich, wenn auch die Mitarbeiter entsprechendes Fachwissen haben. Mit den Kunden geht der Fleischermeister in den Reiferaum, berät und verkauft direkt. Für die Selbstbedienung steht zudem ein Dry Aged Beef Schauschrank im Laden. Auch hier werden durch die leuchtende Salzwand die Kundenblicke auf das Angebot gelenkt.

Das Fachwissen und handwerkliches Können vorhanden ist, dass zeigt auch ein Blick in die Theke. Im lange gezogen Ladenraum dominiert die Kühltheke mit ihrem stützenfreien Glasaufbau. Geschwungen passt sie sich den Raumverhältnissen an und lenkt gleichzeitig die Kundenblicke. Schwarze Präsentationsschalen unterstreichen die Wirkung der ausgestellten Fleisch- und Wurstwaren.

Der Thekensockel ist genauso wie die Wand um die Reifekammer in glänzend schwarz gehalten. Das wirkt edel und auch ein Stück weit zeitlos. Leichte Holztöne im Fußboden und den Regalen bringen dem Bezug zur Natur in den Raum.

Um auch vom Außer-Haus-Verzehr profitieren zu können, hat die Fleischerei Hauser einen Sitzbereich im Laden integriert. Hier sind es warme, erdige Töne, die Ruhe und Behaglichkeit ausstrahlen und wieder ist die Verbindung zum Dry Aged Beef zu finden. Mit großen, goldenen Lettern wird an einer Wand in Natursteinoptik dafür geworben. Ein Konzept, das aufgeht.